Modulanlage (mobil)

Die Geschichte von unserem Verein steht immer eng mit der Gemeinde Ostermundigen in Verbindung, Zu Beginn des laufenden Jahrzehntes erreichten die Diskussionen über eine neue Gemeindeverwaltung einen neuen Höhepunkt. Weil wir jedoch vermeiden wollten, ein Modelleisenbahnclub ohne Vereinsanlage zu sein, entschied die Mitgliederversammlung 2013 den Bau einer Modulanlage in Angriff zu nehmen. Mit diesem Entscheid haben wir uns von den Überlegungen der Gemeinde unabhängig gemacht. Kurz darauf starteten wir mit dem Bau der ersten Module.  

Die Anlage im Massstab H0 (1:87) ist mittlerweile auf 46 Einzelmodule angewachsen. Diese können wahlweise in L- oder U-Form aufgestellt werden. Alle Module haben einen fest zugeordneten Standplatz und stehen auf stabilen, höhenverstellbaren Holzfüssen. Sie bestehen aus einem stabilen Holzrahmen und werden untereinander mit fixen Schrauben verbunden. Dieses System hat sich beim Aufstellen und im Betrieb ohne Probleme bewährt. 

Aus praktischen Gründen wählten wir das Märklin K-Gleis und steuern die Anlage mit einer ECoS von ESU. Die Rückmeldung und das Schalten der Weichenantriebe erfolgt über Digitalbausteine von ESU. Für die Bremsabschnitte verwenden wir die kompakten Bogobit-Bremsmodule. Über alle Module hinweg erstrecken sich drei Ringleitungen (1x Fahr-, 1x Schalt-, 1x Lichtstrom) sowie diverse Kabelstränge für die Rückmeldungen. Die komplette Anlage in L-Form hat eine Grösse von 20 m Länge und 18,5 m Breite, die U-Form ist 20x 9 x 20 Meter. Die Fahrspur beträgt ca. 180 m und enthält 44 Weichen. 
 

Die Fahrt beginnt mit der Ausfahrt aus dem 8-gleisigen Schattenbahnhof. Nach der Tunnelausfahrt und der grossen Kurve um den „Camping am See“, erreicht der Zug den Bahnhof. Die Ausfahrt aus dem Bahnhof führt am grossen Tanklager und einer grossen Schrebergartenanlage vorbei. Über vier Eckmodule dreht sich die Strecke um 90° und der Zug fährt dabei am Fusse vom Städtchen mit der mittelalterlichen Ringmauer entlang. Die Fahrt geht vorbei an einem grossen Weingut und schon bald erreicht der Zug einen kleinen Containerterminal. In der Fortsetzung durchfährt der Zug die Landschaft bevor er über die hohe Brücke die Schlucht überquert. Kurz darauf verschwindet der Zug im Tunnel zur verdeckten, 4-gleisigen Wendeschlaufe. Darüber wandern Touristen zur Burg, geniessen das Mittagessen im Ausflugsrestaurant oder Bauarbeiter räumen einen Erdrutsch. Unser Zug macht sich derweil wieder bereit zur Rückfahrt.